
Unsere kreativen Services
VIRTUAL PRODUCTION
Wo Filmproduktion auf Echtzeittechnologie trifft.
Virtual Production verbindet die Entwicklung von 3D-Umgebungen in Echtzeit mit den kreativen und technischen Anforderungen der Filmproduktion.
Wir erstellen und optimieren digitale Umgebungen für LED-Studios und In-Camera-VFX. Durch die Integration von Kameratracking, Echtzeit-Rendering und physischen Set-Elementen entstehen überzeugende Ergebnisse direkt am Drehort.
Über LED-basierte Produktionen hinaus beschäftigen wir uns mit kameragetrackten Greenscreen-Workflows, virtuellen Kameras und Echtzeit-Previsualisierung, um die kreative Planung und Entscheidungsfindung während des gesamten Produktionsprozesses zu unterstützen.
Von der ersten Konzeptentwicklung und technischen Vorbereitung bis zur Umsetzung am Set liegt unser Fokus auf praxisnahen, effizienten Lösungen, die reale und virtuelle Welten miteinander verbinden.


Was sind die Vorteile des Drehens auf einer LED-Stage?
Bei Dreharbeiten auf einer LED-Stage arbeitet man mit einer Echtzeit-Darstellung des finalen Bildes. Auch wenn aufgrund von Kontrast- und Belichtungsunterschieden in der Postproduktion noch Feinabstimmungen notwendig sind, ist das Zusammenspiel von Vorder- und Hintergrund bereits am Set vollständig sichtbar.
Das bietet einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Greenscreen-Workflows: Anstatt sich die finale Umgebung nur vorzustellen, können alle Beteiligten – von der Regie bis zu den Darsteller:innen – in Echtzeit darauf reagieren. Das führt zu natürlicheren Performances und einem stimmigeren Gesamtbild, insbesondere im Hinblick auf Belichtung und Reflexionen.
Eine zentrale Stärke der Virtual Production liegt zudem in der präzisen Kontrolle. Lichtsituationen lassen sich in Echtzeit anpassen, sodass das Zusammenspiel direkt am Set feinjustiert werden kann. In Kombination mit praktischen Effekten wie Nebel oder Haze entsteht so ein Maß an Realismus, das mit klassischen Greenscreen-Setups nicht oder nur schwer zu erreichen ist.

Virtual Production –
Worauf es am Set ankommt.
Bei der Arbeit mit Virtual Production ist es entscheidend zu verstehen, was eine LED-Wand tatsächlich leistet: Sie liefert einen dynamischen Hintergrund, der den optischen Prinzipien realer Parallaxenverschiebung folgt – und das in Echtzeit.
Virtual Production ersetzt jedoch nicht den physischen Setbau. Ein durchdachter Vordergrund bleibt essenziell, da er Tiefe, Interaktion und Glaubwürdigkeit in die Szene bringt. Erst das Zusammenspiel von realen und virtuellen Elementen lässt ein VP-Setup wirklich lebendig wirken.
Ebenso wichtig ist die Abstimmung zwischen realer und virtueller Umgebung. Farbe, Helligkeit und Lichtstimmung müssen präzise aufeinander abgestimmt werden, um ein nahtloses Ergebnis zu erzielen. Aus diesem Grund sollte immer ein Pre-Lighting-Day eingeplant werden – eine Art Generalprobe unter realen Drehbedingungen, bei der das Setup optimal vorbereitet und feinjustiert wird.
Virtual Production – Der Workflow
Im Gegensatz zu klassischen Screen-Replacement-Techniken – bei denen ein Großteil des Bildes erst in der Postproduktion entsteht – verlagert Virtual Production einen wesentlichen Teil dieses Prozesses in die Preproduktion und die Live-Umsetzung am Set. Gleichzeitig bleibt der Workflow iterativ: Kreative und technische Entscheidungen greifen kontinuierlich ineinander und entwickeln sich gemeinsam weiter.
Der Prozess beginnt in der Regel mit einem Design-Briefing. Häufig liegen bereits erste Konzepte in Form von Skizzen, Referenzen oder Fotografien vor. Auf dieser Basis entwickeln wir einen ersten Entwurf – einen Ausgangspunkt, um eine visuelle Richtung zu definieren und ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Von dort aus wird das Projekt in gezielten Iterationen weiterentwickelt und präzisiert.
Eine frühzeitige Festlegung des grundlegenden Designs ist dabei entscheidend. Spontane Änderungen auf der VP-Stage sind sowohl zeit- als auch kostenintensiv, weshalb die visuelle Ausrichtung möglichst vor Beginn der Produktion klar definiert sein sollte.


Nach der Freigabe des Designs folgt die Optimierungsphase. Dabei wird das Projekt gezielt für die Echtzeit-Anwendung vorbereitet und so aufgesetzt, dass es stabil und effizient auf der LED-Stage sowie für den VP-Operator funktioniert.
Parallel dazu kann der physische Setbau beginnen, der in der Regel von klassischen Setbauern umgesetzt wird. Erst durch das präzise Zusammenspiel von realen und virtuellen Elementen entsteht ein glaubwürdiges Gesamtbild.
Der Pre-Lighting-Day führt schließlich alle Komponenten zusammen. Als Generalprobe unter realen Bedingungen bietet er die Möglichkeit, letzte Anpassungen vorzunehmen und sicherzustellen, dass alle Elemente optimal aufeinander abgestimmt sind, bevor die eigentlichen Dreharbeiten beginnen.



